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Gedanken zur Tageslosung

für Montag, den 12.10.2026

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Losungswort
Ich gedenke an die früheren Zeiten; ich sinne nach über all deine Taten und spreche von den Werken deiner Hände.
Psalm 143,5

Lehrtext
Maria sprach: Seine Barmherzigkeit währet für und für bei denen, die ihn fürchten.
Lukas 1,50

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Früher und jetzt

Das heutige Losungswort stammt aus einem Psalm Davids. Er gedachte dort der früheren Zeiten. Dazu zählte gewiss auch die Zeit, als Gott Israel aus der ägyptischen Sklaverei befreite. Das geschah Jahrhunderte, bevor David lebte. Warum aber sagte er: „Ich sinne nach über all deine Taten und spreche von den Werken deiner Hände“? Ich denke, weil er sich wünschte, dass Gott diese Wunder wieder geschehen lassen würde, um ihn vor seinen Feinden zu retten.

Tatsächlich war die Zeit der Wunder Gottes noch nicht zu Ende. Im Lehrtext lesen wir, dass Maria Gott für seine Barmherzigkeit pries. Sie war nicht auf natürliche Weise, sondern durch den Heiligen Geist mit dem Sohn Gottes schwanger geworden. In den kommenden Jahren folgte ein Wunder nach dem anderen. Durch Jesus wurden Menschen frei und gesund. Er ging auf dem Wasser – und selbst der Tod konnte ihn nicht festhalten: Wir lesen von Jesu Auferstehung, seiner Himmelfahrt, von der Ausgießung des Heiligen Geistes und der Verbreitung des Evangeliums mit Zeichen und Wundern.

So viele Wunder – doch all das liegt heute über 2000 Jahre und mehr zurück. Ist die Zeit der Wunder beendet? Greift Gott nicht mehr auf übernatürliche Weise in unser Leben ein? Ich glaube das nicht. Auch ich wünsche mir wie ein David, dass Gott heute auf gleiche Weise wirkt wie damals. Israel war 400 Jahre lang in Ägypten gefangen, bis Gott sie befreite. Auch wenn eine lange Zeit verstrichen ist, in der kaum etwas geschah, heißt das nicht, dass es so bleibt. Gerade in einer Zeit, in der es immer dunkler wird, erwarte ich das Licht Jesu Christi, dass es sichtbar für alle durch seine Gemeinde erstrahlt.

In diesem Sinne passen die heutigen Bibelverse genau in unsere Tage: „Ich gedenke an die früheren Zeiten; ich sinne nach über all deine Taten und spreche von den Werken deiner Hände.“ Und: „Seine Barmherzigkeit währet für und für bei denen, die ihn fürchten.“

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

Als Gebet heute den Refrain des Liedes „Herr, das Licht deiner Liebe leuchtet auf“:

Jesus, dein Licht füll’ dies Land mit des Vaters Ehre!
Komm, Heil’ger Geist, setz die Herzen in Brand!
Fließ’, Gnadenstrom, überflute dies Land mit Liebe!
Sende dein Wort, Herr, dein Licht strahle auf!

Text & Melodie: Graham Kendrick, Dt. Text: Manfred Schmidt



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