|
Losungswort Ich habe erkannt, HERR, dass der Mensch nicht über seinen Weg bestimmt. Jeremia 10,23 Lehrtext Der reiche Mensch sprach: Liebe Seele, du hast einen großen Vorrat für viele Jahre; habe nun Ruhe, iss, trink und habe guten Mut! Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! Diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern. Und wem wird dann gehören, was du bereitet hast? Lukas 12,19-20
Grenzen der Freiheit
Das heutige Losungswort enthält eine Aussage, die bei vielen Fragen aufwirft. Sind wir Marionetten Gottes? Auch wenn es Faktoren gibt, die unsere Entscheidungen beeinflussen, ja uns sogar manchmal eine aufzwingen, gehen wir dennoch davon aus, grundsätzlich einen freien Willen zu haben. Deshalb sind wir ja auch verantwortlich für das, was wir tun. Wie aber passt das mit dem zusammen, was der Prophet Jeremia schreibt: „Ich habe erkannt, HERR, dass der Mensch nicht über seinen Weg bestimmt“? Im Lehrtext wird nun ein spezieller Aspekt dieser Frage beschrieben: dass nämlich niemand dem Tod entfliehen kann. Wir können uns so verhalten, als gäbe es ihn nicht, und Entscheidungen treffen, als ob alles immer weitergeht. Jesus Christus betrachtet so etwas jedoch als Torheit. Letztendlich entscheidet Gott über unser Leben, auch wenn es einen Rahmen gibt, in dem wir frei entscheiden, welchen Weg wir wählen. Wir sind also keine Marionetten Gottes, doch wurden uns Grenzen gesetzt. So werden wir nie Gottes Absichten für diese Welt durchkreuzen können. Interessanterweise spielt der Kontrast zwischen freiem Willen und Gottes Bestimmung in der Bibel kaum eine Rolle. Was bei Menschen wie ein Widerspruch erscheint, ist es bei Gott noch lange nicht. Es sind einfach zwei Seiten ein und derselben Medaille. Wo wir nur die eine oder die andere Seite sehen, sieht Gott beide. Übrigens löst sich diese Frage in Christus auf, denn als Nachfolger Jesu wollen wir ja auch eigentlich das, was er will. Wichtig ist meiner Überzeugung nach, dass wir auf das hinleben, was Gott für uns geplant hat. Das ist die Ewigkeit bei ihm, das ist ein Schatz im Himmel, das ist unsere leibliche Auferstehung und die untrennbare Verbindung mit Jesus Christus, unserem Erlöser. Einen gesegneten Tag wünscht Pastor Hans-Peter Mumssen Gebet: Vater im Himmel, ich danke dir, dass du eine Aufgabe und ein Ziel für mein Leben hast, ja, dass du sogar einen Lohn im Himmel für mich bereithältst. Deshalb bitte ich dich, mir zu helfen, in deinem Willen und auf deine Bestimmung hin zu leben. Schenke mir Einsicht, zu erkennen, was wirklich wichtig ist. Das bitte ich in Jesu Christi Namen, Amen.
Kurze Bewertung: "Hat Sie diese Andacht angesprochen?" | ja sehr | ja | es geht so | nein | überhaupt nicht | Schreiben Sie einen Kommentar
Diese Andachten sind ein Dienst des Christus-Zentrums Arche, Elmshorn (www.cza.de) Wenn Sie diesen Dienst täglich als E-Mail erhalten möchten, gehen Sie bitte auf folgende Seite: Gedanken zur Tageslosung als Mail oder schreiben Sie einfach ein kurzes Mail an: buero@cza.de Falls Sie diesen Dienst mit einer Spende unterstützen wollen: Überweisen Sie Ihre Spende an CZA, IBAN: DE83 2215 0000 0000 1026 28, BIC: NOLADE21ELH oder gehen Sie auf die Spendenseite des CZA, auf der Sie zusätzlich mit PayPal oder einer Kreditkarte spenden können. Das Copyright der Losungen liegt bei der Evangelischen Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine (www.ebu.de) Das Copyright der Andachten liegt bei Pastor Hans-Peter Mumssen. Die Andachten dürfen nur unverändert übernommen werden.
Kommentar schreiben:
|