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Losungswort Die Augen des HERRN merken auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Schreien. Psalm 34,16 Lehrtext Als Pilatus auf dem Richterstuhl saß, schickte seine Frau zu ihm und ließ ihm sagen: Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten; denn ich habe heute viel erlitten im Traum um seinetwillen. Matthäus 27,19
Gott merkt auf
Der Psalm, aus dem das heutige Losungswort stammt, wurde von David verfasst, als ihm der eigene Schwiegervater nach dem Leben trachtete. Deshalb war David immer wieder auf der Flucht. In alldem vertraute er jedoch darauf, dass Gott ihn hindurchbringen würde. So sagt er: „Der Engel des HERRN lagert sich um die her, die ihn fürchten, und hilft ihnen heraus.“(1) Am Ende des Psalms finden wir sogar prophetische Worte. So heißt es unter anderem: „Der HERR erlöst das Leben seiner Knechte, und alle, die auf ihn trauen, werden frei von Schuld.“(2) Offensichtlich hing Davids Vertrauen nicht von den aktuellen Umständen ab. Was machte ihn aber so sicher, dass Gott sein Schreien hört, wenn er immer wieder aufs Neue fliehen musste? Für manchen wäre dies ja ein klares Zeichen, dass Gott entweder nicht hört, womöglich nur Einbildung ist oder dass man ihm egal ist. Ich glaube, David hatte schon zu oft erlebt, dass Gott ihm in der Not geholfen hatte. Er glaubte nicht an irgendein fernes höheres Wesen, sondern an den Gott, der für ihn sorgt wie ein Hirte für sein Schaf. Der ihm „einen Tisch im Angesicht“ seiner Feinde bereitet.(3) Im Lehrtext wird davon berichtet, wie Pilatus auf dem Richterstuhl von seiner Frau gewarnt wurde, Hände an den angeklagten Jesus zu legen. Sie habe seinetwegen schlecht geträumt. Es war eine klare Botschaft, dass Jesus unschuldig war – und Pilatus glaubte das auch. Doch anstatt dafür geradezustehen, überließ er Jesus schließlich dessen Verfolgern. Bedeutet das nun, dass Gott nicht auf seinen eigenen Sohn geachtet hat? Im prophetischen Teil des Psalms redete David von einem Gerechten, der viel leiden muss, dessen Gebeine aber nicht gebrochen werden.(4) Dies erfüllte sich, als Jesus, der Gerechte, am Kreuz für unsere Gerechtigkeit unsere Schuld auf sich nahm. Gott sah ihn – und er sah auch uns. Einen gesegneten Tag wünscht Angela Mumssen (1) Ps. 34,8 [Luther 2017] (2) Ps. 34,23 [Luther 2017] (3) Ps. 23,5 [Luther 2017] (4) Ps. 34,20-21 Als Gebet Psalm 23: Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar. Amen. Ps. 23,1-6 [Luther 2017]
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