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Gedanken zur Tageslosung

für Sonntag, den 04.10.2026

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Losungswort
Steht auf! Lobet den HERRN, euren Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und man lobe seinen herrlichen Namen, der erhaben ist über allen Preis und Ruhm!
Nehemia 9,5

Lehrtext
Ob ihr nun esst oder trinkt oder was ihr auch tut, das tut alles zu Gottes Ehre.
1. Korinther 10,31

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Lob und Ehre

Im heutigen Losungswort lesen wir eine Aufforderung, sich zu erheben und Gott zu loben. Ausgesprochen wurde sie von mehreren Leviten, die sich gemeinsam mit anderen Israeliten versammelt hatten, um vor Gott Buße zu tun. Das sah folgendermaßen aus: „Und sie standen auf an ihrem Platz, und man las vor aus dem Buch des Gesetzes des HERRN, ihres Gottes, drei Stunden lang, und drei Stunden bekannten sie und beteten an den HERRN, ihren Gott.“(1) Offensichtlich war es den Menschen wirklich ernst, mit Gott im Reinen zu sein. Sie machten sich ihre Geschichte bewusst, indem sie von Gottes großen Taten erzählten, aber auch darauf schauten, wo sie bzw. ihre Vorfahren als das auserwählte Volk versagt hatten.(2)

Manche Christen neigen dazu, solche Verse eins zu eins auf das eigene Land zu übertragen. Doch der Bund, den Gott mit Israel schloss, öffnet sich für uns an einer ganz bestimmten Stelle und durch eine ganz bestimmte Person: Jesus Christus. Jetzt geht es nicht mehr um eine spezielle Nation, sondern um jeden Menschen, der sich für Christus öffnet – und zwar aus allen Völkern und Nationen. Was bedeutet das nun für uns?

In erster Linie braucht es nicht ein kollektives Bekenntnis oder Lob, sondern eine persönliche Umkehr und unsere persönliche Anbetung. Gott sucht das einzelne verlorene Schaf und bringt es dann zur Herde – so beschrieb es Jesus einmal in einem Gleichnis.(3) Das Volk des Neuen Bundes entsteht aus all denen, die er ins Reich Gottes ruft.

Im Lehrtext schreibt der Apostel Paulus „an die Gemeinde Gottes in Korinth, an die Geheiligten in Christus Jesus, die berufenen Heiligen samt allen, die den Namen unsres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort“(4) – also auch an uns heute. Was wir auch tun, wir sollen es „zu Gottes Ehre“ tun. Es gibt nichts, in das wir ihn nicht einbeziehen könnten. Sagen wir ihm Dank und beten ihn an.

Ein gesegnetes Erntedankfest wünscht
Angela Mumssen

(1) Neh. 9,3 [Luther 2017] (2) Neh. 9,6-17 (3) Luk. 15,4-7 (4) 1.Kor. 1,2 [Luther 2017]

Als Gebet zwei Strophen aus dem Lied „Nun danket alle Gott“:

Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen,
der große Dinge tut an uns und allen Enden,
der uns von Mutterleib und Kindesbeinen an
unzählig viel zugut bis hierher hat getan.

Der ewigreiche Gott woll‘ uns bei unserm Leben
ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben
und uns in seiner Gnad erhalten fort und fort
und uns aus aller Not erlösen hier und dort.
Text: Martin Rinckart (1636)



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