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Gedanken zur Tageslosung

für Donnerstag, den 04.06.2026

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Losungswort
Der HERR, dein Gott, wird dir Glück geben zu allen Werken deiner Hände.
5. Mose 30,9

Lehrtext
Niemand gehe zu weit und übervorteile seinen Bruder im Handel. Denn der Herr straft dies alles.
1. Thessalonicher 4,6

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Gott lässt gelingen

Das heutige Losungswort ist ein prophetischer Zuspruch Gottes an sein Volk Israel. Zuvor hatte Mose den Israeliten Segen und Fluch vorgelegt, je nachdem, ob sie sich an Gottes Gebote halten und ihn suchen oder anderen Göttern nachlaufen. Nun heißt es, dass sie sowohl den Segen, aber auch den Fluch erleben und sogar in alle Länder zerstreut werden. Doch wenn Israel sich Gott erneut zuwendet, wird er sie wieder sammeln und an ihren Ort zurückbringen. In dieser Zeit wird er ihnen Glück zu allen Werken ihrer Hände geben.

Das Losungswort ist also nicht ein Zuspruch, der für jede Person zu allen Zeiten gilt. Er ist gebunden an die Hinwendung zu Gott. Das gilt, wie ich meine, auch für uns Christen. Im Lehrtext lesen wir, dass Gott auch strafen kann. Das stößt manchmal auf Unverständnis, ja sogar auf Ablehnung. Hat Jesus uns denn nicht den gnädigen Gott gepredigt? Ja, er hat uns sogar den Zugang zu Gottes Gnade erworben. Trotzdem setzt er auch Grenzen: Niemand soll zu weit gehen und andere Glaubensgeschwister im Handel übervorteilen, lesen wir im Lehrtext. Wer so etwas tut, legt sich direkt mit Gott an.

Leider gerät beim Geld das Christsein schnell in den Hintergrund. Ich kenne etliche Fälle, in denen bekennende Christen logen und betrogen. Der Reiz des Geldes oder die finanzielle Zwangslage treibt auch gläubige Menschen weg von den Worten Jesu. Das geht an Gott nicht einfach vorüber, wie wir im Lehrtext lesen. Er straft, aber er verwirft uns nicht. Vielmehr bringt er uns damit wieder zurecht. Ein Christ erzählte mir, er hätte einmal versucht, Waren am Zoll vorbei ins Land zu bringen. Prompt wurde er dabei erwischt. Da merkte er, dass er nicht nur Gesetze gebrochen hatte, sondern der Macht des Geldes verfallen war. So bat er Gott um Verzeihung und lernte für sich: Nicht Geld und auch keine Trickserei verschaffen uns Glück, sondern Gott, der das Werk unserer Hände gelingen lässt.

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

Gebet:
Vater im Himmel, ich danke dir, dass Jesus meine Schuld auf sich genommen hat und ich bei dir Vergebung gefunden habe. Ich danke dir aber auch, dass du mich erziehst und in das Bild deines Sohnes umformst. Danke, dass du mich zurechtbringst, wenn ich mich auf einem falschen Weg befinde. Selbst wenn es schmerzhaft ist, du führst mich zum Weg des Lebens. Danke, Vater, Amen.


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