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Gedanken zur Tageslosung

für Freitag, den 27.02.2026

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Losungswort
Ach, HERR, lass doch deine Ohren aufmerken, dass du das Gebet hörst, das ich jetzt vor dir bete Tag und Nacht für deine Knechte.
Nehemia 1,6

Lehrtext
Sollte Gott nicht Recht schaffen seinen Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte er bei ihnen lange warten? Ich sage euch: Er wird ihnen Recht schaffen in Kürze.
Lukas 18,7-8

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Tag und Nacht

In den heutigen Bibelversen geht es um beharrliches Gebet. Ich denke, fast jeder Mensch kennt Stoßgebete. Manche von ihnen sind ernsthaft an Gott gerichtet, andere eher nur so dahergesagt, ohne wirklich an ihn zu glauben. Man hofft vielleicht oder wünscht sich, dass etwas geschieht oder nicht geschieht, mit Glauben hat das aber nicht viel zu tun. Glaube geht davon aus, dass ein Gegenüber da ist. So heißt es im Hebräerbrief: „Wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass es ihn gibt und dass er die belohnt, die ihn aufrichtig suchen.“(1)

Im Losungswort war es Nehemia, ein Israelit in der Verbannung, der „Tag und Nacht“ für sein Volk zu Gott betete. Wie viele andere hatte er seine Heimat verloren und musste nun einem fremden Herrscher dienen. Eines konnte man ihm jedoch nicht nehmen: seinen Glauben, seine Beziehung zu Gott. Nehemia war überzeugt, dass Gott da ist und ihn hört. Dass er Tag und Nacht betete, war kein Ausdruck der Verzweiflung. Vielmehr zeigt es, dass er es mit seinen Bitten sehr ernst meinte.

Im Vorfeld zum Lehrtext erzählt Jesus von einer Witwe, die einem ungerechten Richter derart hartnäckig in den Ohren lag, dass er ihr schließlich ihr Recht zusprach.(2) Sowohl die Hartnäckigkeit dieser Frau als auch die Beharrlichkeit Nehemias wurzelten also nicht in einem Pflichtgefühl, sondern in einem tiefen Bedürfnis. Entsprechend aufrichtig waren ihre Bitten. Für sie war es keine Option, damit aufzuhören.

Wie anhaltend beten wir? Wenn die Erfüllung nicht spontan kommt, hören wir dann auf – oder bleiben wir dran, bis sie kommt? Wie ich es sehe, bedeutet das nicht unbedingt, nächtelang zu beten. Es bedeutet aber, nicht sofort aufzuhören. Wenn uns etwas wirklich – wirklich – wichtig ist, lassen wir es nicht einfach fallen, sondern halten es Gott immer wieder hin.

Einen gesegneten Tag wünscht
Angela Mumssen

(1) Hebr. 11,6 [Neue Evangelistische Übersetzung] (2) Luk. 18,1-8

Gebet:
Herr Jesus, ich danke dir, dass wir uns immer an dich wenden können. Hilf uns hindurch, wenn wir im Glauben schwach werden und Nöte uns niederdrücken wollen. Komm mit deinem guten Geist und entfache in uns eine neue Zuversicht. Auch wenn alle um uns herum versagen, du verlässt uns nicht. Danke, Herr! Lass dein Licht in und durch uns scheinen. Amen.


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