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Gedanken zur Tageslosung

für Montag, den 14.06.2021

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Der HERR ist freundlich dem, der auf ihn harrt, und dem Menschen, der nach ihm fragt.
Klagelieder 3,25

Werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat.
Hebräer 10,35

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Tiefes Vertrauen

Das dritte Kapitel aus den Klageliedern des Jeremia beginnt mit folgenden Worten: „Ich bin der Mann, der Elend sehen muss durch die Rute des Grimmes Gottes. Er hat mich geführt und gehen lassen in die Finsternis und nicht ins Licht … Er hat mich ummauert, dass ich nicht herauskann, und mich in harte Fesseln gelegt. Und wenn ich auch schreie und rufe, so stopft er sich die Ohren zu vor meinem Gebet.“ (aus Klgl. 3,1-8) Wer würde nach solchen Worten einen Vers wie den heutigen Losungsvers vermuten? Jeremia redet ja nicht vom Teufel oder von irgendwelchen bösen Menschen, die sein Leben zur Hölle machen. Nein, er redet von Gott. Wie kann man von jemandem, der sich die Ohren stopft, wenn man in der Not zu ihm schreit, sagen, er sei freundlich?

Nun, offensichtlich konnte Jeremia das. Er ließ sich einfach nicht davon abbringen, zu glauben, dass Gott gütig ist. „Die Güte des Herrn hat kein Ende, sein Erbarmen hört niemals auf“ (Klgl. 3,22) heißt es drei Verse zuvor. Wie können wir uns dieses Verhalten erklären und vielleicht selber lernen, so mit Leid umzugehen? Ich verstehe Jeremia so, dass er fest davon überzeugt war, dass alles, was Gott tut, uns letztendlich zum Guten führt - selbst eine Strafe oder harte Zeiten, die er zulässt. Wer so glaubt, stellt keine Bedingungen an Gott. Unser Glaube ist keine Belohnung für ihn, nach dem Motto: „Gott, wenn du mich Gutes erleben lässt, dann schenke ich dir auch mein Vertrauen.“ Im Gegenteil, er belohnt uns, wenn wir unser Vertrauen nicht wegwerfen, wie es im Lehrtext steht.

Immer wieder fragen Menschen: „Wie kann Gott so viel Leid in der Welt zulassen?“ Ich kann diese Frage nicht beantworten. Doch wollen wir Gott jetzt mit Missachtung strafen? Hat nicht Jesus Christus unser aller Schuld auf sich genommen? Ist das nicht der Beweis, dass er etwas Gutes mit uns vorhat? Ich glaube das zutiefst und möchte uns ermutigen, trotz vieler ungelöster Fragen Gott von Herzen zu vertrauen.

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen


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