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Gedanken zur Tageslosung

für Mittwoch, den 12.06.2024

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Du hast den Menschen zum Herrn gemacht über deiner Hände Werk, alles hast du unter seine Füße getan.
Psalm 8,7

Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber nichts soll Macht haben über mich.
1. Korinther 6,12

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Freiheit und Verantwortung

Es stimmt, was wir im heutigen Losungswort lesen: Der Mensch gestaltet die gesamte Erde nach seinen Vorstellungen und Bedürfnissen. Wir legen Felder an, züchten Pflanzen und Tiere, bauen Städte, begradigen Flüsse und schaffen Wege, wo es vorher keine gab. Man könnte diese Aufzählung noch lange fortsetzen. Doch das ist nur eine Botschaft des Losungswortes. Die zweite lautet: Gott hat dem Menschen das anvertraut, was er als Schöpfer geschaffen hat. Das wiederum bedeutet, dass wir Gott gegenüber verantwortlich sind.

Die Herrschaft über Gottes Schöpfung liegt nicht nur in unserem Belieben. Doch wie sieht ein verantwortungsvoller Umgang damit eigentlich aus? Soll man Müll trennen oder reduzieren, gegen Atomkraftwerke sein, sich ein Elektroauto kaufen oder am besten gleich alles mit dem Fahrrad erledigen, sich eine Wärmepumpe einbauen, Plastik vermeiden und sich gegen Raubbau aussprechen? Ich denke, der Lehrtext hat eine verblüffende Antwort auf all diese Fragen.

Der Apostel Paulus betrachtet dort Verantwortlichkeit von einer anderen Seite. Sie besteht nicht aus einem (ständig wachsenden) Katalog von Regeln, sondern in unserer Beziehung zu Gott. „Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten“, schreibt er. Er legt es also in unsere Hände, wie wir vor Gott handeln. Doch dann erklärt er, wo das eigentliche Problem liegt: „Alles ist mir erlaubt, aber nichts soll Macht haben über mich.“ Wenn ich bemerke, dass etwas nicht zum Guten führt, so habe ich in Christus die Freiheit, es zu lassen. Habe ich diese Freiheit nicht, weil ich z.B. finanzielle Verluste befürchte, hat in diesem Fall das Geld Macht über mich bekommen. Gott will aber, dass wir frei sind, Dinge zu tun oder auch zu lassen. Wie gut, dass wir diese Freiheit bei Jesus Christus finden können. Er macht es möglich, verantwortungsbewusst mit dem umzugehen, was Gott uns anvertraut hat.

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

Gebet:
Vater im Himmel, ich danke dir für alles, was du mir anvertraut hast. Ich bitte dich aber darum, mir immer wieder zu zeigen, was zum Guten dient und was nicht. Schenke mir die Freiheit, das loslassen zu können, was nicht zum Guten führt, auch wenn ich dadurch Nachteile habe. Ich will dir vertrauen, dass du meinen Mangel ausfüllst. In Jesu Christi Namen, Amen.


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