<

Gedanken zur Tageslosung

für Donnerstag, den 22.10.2020

>

Siehe, meine Tage sind eine Handbreit bei dir, und mein Leben ist wie nichts vor dir. Ach, wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher leben!
Psalm 39,6

Christus Jesus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium.
2. Timotheus 1,10

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Über unsere Grenzen hinaus

Das heutige Losungswort stammt aus einem Psalm Davids, in welchem David feststellt, wie begrenzt er ist. Er hatte sich vorgenommen, sich mit seinen Worten nicht mehr zu versündigen, doch es war ihm unmöglich. Der Apostel Paulus schilderte einmal etwas Ähnliches. Er sagte: „Das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich.“ (Röm. 7,19) Doch nicht nur unsere Fähigkeiten, Gutes zu tun, sind begrenzt. Unser ganzes Leben ist es. Wir alle müssen einmal sterben.

Neben seiner Begrenztheit stellte David jedoch auch fest, wie unbekümmert andere mit ihren Schwächen umgehen. Anscheinend kann man seine Begrenztheit auch ausblenden und so tun, als ob alles immer so weiter geht. David wollte das nicht. Im Gegenteil, er bat Gott: „Herr, erinnere mich daran, wie kurz mein Leben ist. Und dass meine Tage gezählt sind, damit ich erkenne, wie vergänglich mein Leben ist.“ (Ps. 39,5)

Nun lesen wir ja im Lehrtext, dass Jesus Christus die Grenze des Todes gesprengt hat. Und nicht nur die des Todes. Zwar stellte Paulus fest, dass er nicht in der Lage war, immer Gutes zu tun, doch das ließ ihn nicht verzweifeln. Denn die Verbindung mit Jesus Christus verändert alles. Mit ihm können wir anders handeln als ohne ihn. Mit ihm werden wir auch leben, selbst wenn wir sterben. Mit ihm sind auch unsere Grenzen gesprengt.

Dennoch werden wir dadurch nicht zu Supermenschen. Wir sollten - wie David - uns unserer Begrenztheit bewusst sein, denn in der Realität stolpern wir oft darüber. Gleichzeitig will ich aber nicht vergessen, dass Jesus Christus meine Grenzen erweitern kann und will. So vergesse ich nicht meine Schwachheit, rühme aber seine Stärke. Ich denke, in dieser Gesinnung können wir durch Christus viel bewirken, ohne stolz oder vermessen zu werden.

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen


Kurze Bewertung: "Hat Sie diese Andacht angesprochen?"
|  ja sehr  |   ja   |  es geht so  |  nein  |  überhaupt nicht  |

Schreiben Sie einen Kommentar


Diese Andachten sind ein Dienst des Christus-Zentrums Arche, Elmshorn (www.cza.de)
Wenn Sie diesen Dienst täglich als E-Mail erhalten möchten, gehen Sie bitte auf folgende Seite: Gedanken zur Tageslosung als Mail oder schreiben Sie einfach ein kurzes Mail an: buero@cza.de
Falls Sie diesen Dienst mit einer Spende unterstützen wollen:
Überweisen Sie Ihre Spende an CZA, IBAN: DE83 2215 0000 0000 1026 28, BIC: NOLADE21ELH oder gehen Sie auf die Spendenseite des CZA, auf der Sie zusätzlich mit PayPal oder einer Kreditkarte spenden können.
Das Copyright der Losungen liegt bei der Evangelischen Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine (www.ebu.de)
Das Copyright der Andachten liegt bei Pastor Hans-Peter Mumssen. Die Andachten dürfen nur unverändert übernommen werden.


Kommentar schreiben: