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Gedanken zur Tageslosung

für Samstag, den 28.03.2026

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Losungswort
Lass uns leben, so wollen wir deinen Namen anrufen.
Psalm 80,19

Lehrtext
Einer aber unter den zehn aussätzigen Männern, als er sah, dass er gesund geworden war, kehrte er um und pries Gott mit lauter Stimme.
Lukas 17,15

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Der Ruf nach Gott

Der Psalm, aus dem das heutige Losungswort entnommen wurde, ist in einer Bedrohungssituation entstanden. Wahrscheinlich waren es die Assyrer, die gerade das Nordreich Israels bedrohten. Die Frage oder auch Klage, die hier aufkam, war: Weshalb hilft Gott seinem eigenen Volk nicht, ja wendet sich sogar von ihnen ab? In dieser Verzweiflung ruft der Psalmist mit Namen Asaf zu Gott: „Lass uns leben, so wollen wir deinen Namen anrufen.“

Asaf ging davon aus, dass Gott alle Dinge möglich sind. Das Unglück seines Volkes war also nicht einfach nur ein Schicksalsschlag oder ein zufälliges Ereignis im großen Universum, welches niemand ändern oder verhindern kann. Gott konnte es verhindern, deshalb nahm Asaf Kontakt zu ihm auf und bat ihn um Hilfe. Allein davon können wir etwas lernen, nämlich, mit Gott zu sprechen und nicht nur zu denken: „Gott muss doch sehen, wie es mir geht. Warum hilft er nicht?“ Der aktive Ruf nach Gottes Hilfe ist ein Ausdruck unseres Glaubens. So manch einer hat Erwartungen an ihn, doch vieles wird nicht ausgesprochen, sondern häufig nur gedacht und mündet nicht selten in eine Vorwurfshaltung Gott und Menschen gegenüber.

Im Lehrtext geht es um zehn aussätzige Männer, die alle aktiv zu Jesus riefen, er möge sie heilen. So lesen wir: Als er dort in ein Dorf kam, standen in einiger Entfernung zehn Aussätzige und riefen: „Jesus, Meister, hab Mitleid mit uns!“(1) Jesus befahl ihnen, sich den Priestern zu zeigen – und tatsächlich wurden sie auf dem Weg dorthin gesund. Sie beteten also aktiv und hatten Glauben, indem sie auf Jesu Worte eingingen. Was ihnen aber fehlte, war Dankbarkeit. Nur einer kehrte zu Jesus um und pries Gott mit lauter Stimme. Er nahm Jesus nicht nur in Anspruch, sondern suchte dessen Nähe. Dies alles ist wie ein Paket, dessen Bestandteile zusammengehören: aktives Gebet, vertrauensvoller Glaube und echte Dankbarkeit. Möge Gott uns damit beschenken.

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

(1) Luk. 17,12-13 [Neues Leben Übersetzung]

Gebet:
Herr Jesus Christus, ich danke dir, dass du Gebete erhörst. Deshalb will ich nicht schweigen, sondern deinen Namen anrufen und meine Bitten vor dir aussprechen. Hilf mir bitte, dass ich nicht an meinen Fragen und Zweifeln hängen bleibe, sondern immer wieder deinem Wort und deinem persönlichen Zuspruch vertraue. Ich danke dir dafür. Amen.


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