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Losungswort Ich weiß, dass mein Erlöser lebt. Hiob 19,25 Lehrtext Christus ist auferweckt von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind. 1. Korinther 15,20
Er lebt!
In den heutigen Bibelversen finden wir klare Bekenntnisse, dass Gott nicht tot, sondern lebendig ist. Im Losungswort war es Hiob, der sagte: „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt.“ Damit bekannte er etwas, das in seinem Leben so keineswegs sichtbar war: Er hatte seinen Besitz verloren, anschließend seine Kinder und schließlich seine Gesundheit. Menschlich gesehen hatte er keinerlei Perspektive mehr, sodass seine Frau sogar zu ihm sagte, er solle doch mit seiner Frömmigkeit aufhören und Gott verfluchen.(1) Wie kommt ein Mensch dazu, in solch einer Situation zu glauben – allen Umständen zum Trotz? Um das zu verstehen, muss man etwas Grundsätzliches begreifen: Glaube entsteht nicht durch Umstände – er hat seinen Ursprung in Gott selbst. Der Apostel Paulus, von dem der Lehrtext stammt, hatte das hautnah erlebt. Aufgrund seiner tiefen Überzeugung, dass die Christen Gott lästerten, hatte er sie erbittert verfolgt. Doch dann begegnete ihm der auferstandene Jesus. Was Paulus nie für möglich, ja für Gotteslästerung gehalten hatte, veränderte alles: Jesus lebt! Es ist die Auferstehung Jesu Christi, die den Unterschied macht. Ohne sie fehlt unserem Glauben nicht nur eine Basis, er ist dann Selbstbetrug, denn unsere Schuld läge immer noch auf uns. Auf eine Auferstehung der Toten zu hoffen, wäre folglich unsinnig. Letztlich wären wir von allen Menschen diejenigen, die man am meisten bedauern müsste.(2) Und dann folgt der entscheidende Satz: „Nun aber ist Christus auferweckt von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind.“(3) Was Paulus hier sagte, war keine theologische These: Er hatte ja aus erster Hand erfahren, dass Jesus lebt. Tiefer Glaube an Jesus Christus ist mehr als eine Überzeugung, mehr als eine Religion, mehr als eine Tradition, mehr als eine christliche Kultur. Er stammt aus der direkten Begegnung mit Gott sowie aus der inneren Gewissheit, dass dieser lebendig ist. Durch ihn überwinden wir weit, selbst wenn die Umstände widrig sind.
Einen gesegneten Tag wünscht Angela Mumssen (1) Hiob 2,9 (2) 1.Kor. 15,17-19 (3) 1.Kor. 15,20 [Luther 2017] Als Gebetsinspiration eine Strophe aus dem Lied „Jesus lebt, mit ihm auch ich“: Jesus lebt, mit ihm auch ich! Tod, wo sind nun deine Schrecken? Er, er lebt und wird auch mich von den Toten auferwecken. Er verklärt mich in sein Licht; dies ist meine Zuversicht. Text: Christian Fürchtegott Gellert
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