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Gedanken zur Tageslosung

für Freitag, den 02.01.2026

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Losungswort
Der HERR segnet, die ihn fürchten, die Kleinen und die Großen.
Psalm 115,13

Lehrtext
Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, auf dass ihr Segen erbt.
1. Petrus 3,9

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Segen erben

Heute möchte ich einmal vom Lehrtext ausgehen. Es gibt Sprichworte, die genau das Gegenteil aussagen: „Wie du mir, so ich dir!“ Oder: „Angriff ist die beste Verteidigung!“ Wie reagieren wir, wenn uns jemand seelisch oder körperlich verletzt?

In der Konfliktforschung gibt es sogenannte Eskalationsstufen. Diese steigern sich, wenn angriffig auf einen Angriff reagiert wird. Meist empfinden beide Parteien, dass sie nur reagieren. Wie bei Kindern muss man sich dann selbst manchmal sagen: „Die wichtigste Frage ist nicht, wer zuerst angefangen hat, sondern wer zuerst aufhört.“ Was ist nun die Botschaft des Lehrtextes?

Hier wird uns Christen etwas abverlangt. Da tut mir jemand etwas Böses an oder beschimpft mich – und ich soll diese Person dann noch segnen? Wie soll das denn gehen? Nun, alles, was uns angetan wird, setzt sich tief in unsere Seele und schreit dort nach Rache. Zwar sollen wir uns als Christen nicht rächen, doch das verändert nicht gleich die Gefühle, die in uns hochkommen. Gerade in solchen Situationen benötigen wir, wie ich meine, einen offenen Kanal zu Gott. Das, was sich da in unserer Seele ansammelt, geben wir an ihn ab. Und er wiederum füllt uns mit der Kraft, den Angreifer zu segnen.

Wenn wir aus Ehrfurcht vor Gottes Wort so handeln, geben wir nicht nur Segen, sondern erben ihn auch. Zum einen bleibt so das Böse nicht in unserer Seele hängen, weil wir es an Gott abgegeben haben – er wird darüber richten. Zum anderen lesen wir im Brief an die Römer: „Wenn dein Feind hungrig ist, dann gib ihm zu essen, und wenn er Durst hat, gib ihm zu trinken. Dann wird es ihm bald Leid tun, dein Feind zu sein. Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern überwinde es durch das Gute!“(1)

Zunächst mag es anstrengend sein, auf Verletzungen anders zu reagieren, als wir es menschlich tun würden. Doch es lohnt sich. So kann der Segen Gottes durch uns fließen. Wollen wir das?

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

(1) Röm. 12,20-21 [Gute Nachricht]

Gebet:
Herr Jesus Christus, ich danke dir für all das, womit du mich bisher gesegnet hast. Ich bitte dich aber noch um einen besonderen Segen: Ich möchte auch Menschen segnen können, die mir Böses angetan haben. Du hast sogar noch am Kreuz für deine Feinde gebetet. Hilf mir, dass ich auch für die beten kann, die mir etwas angetan haben. Darum bitte ich dich in deinem Namen, Jesus. Amen.


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