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Gedanken zur Tageslosung

für Samstag, den 21.03.2026

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Losungswort
Wenn du gegessen hast und satt bist, sollst du den HERRN, deinen Gott, loben.
5. Mose 8,10

Lehrtext
Gott sei Dank für seine unaussprechliche Gabe!
2. Korinther 9,15

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Dankbarkeit

Aufrichtige Dankbarkeit ist eine Eigenschaft des Herzens. Dazu gehört die Erkenntnis, dass das, was wir haben, nicht selbstverständlich ist. Wer dankbar ist, lebt und denkt anders. Ich kannte dankbare Menschen, die fast alles verloren haben, was sie besaßen, und dennoch dankbar für das Wenige waren, was sie noch hatten. Wie anders ist es, wenn jemand in seinem Herzen undankbar ist. Ist ein Wunsch erfüllt, so kann er sich kaum darüber freuen. Undankbare Menschen meinen, Gott und die Welt seien ihnen etwas schuldig.

Im Losungswort wird den Israeliten gesagt, wie sie sich im verheißenen Land verhalten sollten. Nachdem sie das Land mit Gottes Hilfe eingenommen hatten, sollten sie ihn für all das loben, was er ihnen geschenkt hatte. Oft vergessen Menschen, dass alles, was sie haben, ein Geschenk Gottes ist. Gerade wenn man im Wohlstand aufwächst, meint man, es sei selbstverständlich, ja geradezu ein gutes Recht. Nun leben wir in einer Zeit, in der uns vielleicht all das wieder genommen wird, was wir zu besitzen meinten. Kriege, Naturkatastrophen und Wirtschaftskrisen können unseren Lebensstandard grundlegend verändern. Wer aber in seinem Herzen dankbar ist, wird es auch bleiben, und Gott wird uns durchtragen – davon bin ich überzeugt.

Der Apostel Paulus ging sogar noch einen Schritt weiter: Er verbindet Dankbarkeit mit Freigebigkeit. Konkret ging es dabei um eine Sammlung für Christen, die in Not geraten waren. Paulus forderte die Korinther auf, aus freien Herzen etwas zu spenden, „denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.“(1) Tatsächlich haben wir allen Grund, dankbar zu sein, denn Gott schenkt uns in seinem Sohn Jesus Christus eine „unaussprechliche Gabe“, die größer nicht sein kann – so lesen wir es im Lehrtext. Wenn unsere Dankbarkeit nun dazu führt, dass wir freigebig sind, wird Gott uns gewiss mehr anvertrauen als zuvor. Die Quelle aller guten Gaben liegt bei ihm, sodass wir Gott in jeder Lebenslage für alles danken können.

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

(1) 2.Kor. 9,7 [Luther 2017]

Gebet:
Vater im Himmel, alles, was wir haben, kommt von dir. Ich danke dir dafür. Schenke uns, dass wir in jeder Lebenslage dankbar bleiben – wenn es uns gut geht, und selbst dann, wenn wir Mangel haben. Ich will dir vertrauen, dass du in schweren Zeiten für uns sorgst. Mache mein Herz freigebig und zeige mir, wie ich mit dem anvertrauten Gut umgehen soll, sei es nun viel oder wenig. Das bitte ich in Jesu Christi Namen. Amen.


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