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Losungswort Unser Gott wandte den Fluch in einen Segen. Nehemia 13,2 Lehrtext Christus hat uns freigekauft vom Fluch des Gesetzes, indem er für uns zum Fluch geworden ist - es steht nämlich geschrieben: Verflucht ist jeder, der am Holz hängt. Galater 3,13
Fluch und Segen
Das heutige Losungswort bezieht sich auf eine Begebenheit, als das Volk Israel auf dem Weg ins Gelobte Land war. Aus Furcht vor Israel holten sich die Moabiter den Propheten Bileam, der das Volk verfluchen sollte. Doch Gott erlaubte es Bileam nicht, einen Fluch auszusprechen. Stattdessen musste er die Israeliten segnen. Nun könnte man sich ja fragen: Warum verfluchte Balak, der König der Moabiter, das Volk Israel nicht selbst? Der Grund liegt auf der Hand: weil er nicht die Autorität hatte, dass seine Worte wahr würden. Bileam hatte diese, allerdings mit einer Einschränkung: Er konnte nur das aussprechen, was Gott ihm zuließ, auszusprechen. Unterm Strich geschah also in jedem Fall das, was Gott wollte, und nicht das, was Menschen planten. Diese Erkenntnis halte ich für sehr wichtig. Es gibt nämlich weltweit viele Menschen, die Angst haben, unter einen Fluch zu fallen oder bereits darunter zu stehen. Ist das denn für Christen möglich, wenn z.B. die Person bzw. deren Eltern oder Großeltern okkulte Praktiken ausgeübt haben, oder wenn sie jemand verflucht hat? Besonders, wenn ein Mensch in seinem Leben ständig „vom Pech verfolgt wird“ oder innerlich unter Zwängen leidet, könnte der Verdacht aufkommen, dass er unter einem Fluch steht. Doch dem widerspricht der Lehrtext. Keiner, der zu Jesus gehört, steht unter einem Fluch, denn Jesus selbst hat diesen auf sich genommen. Wir haben gesehen, dass nur Gott selbst verfluchen könnte – doch er tut es nicht bei den Seinen. Ich bin überzeugt, dass Menschen oder Mächte uns vielleicht das Leben schwer machen können – doch sie haben keine Macht über uns. Ich halte mich da an die Worte Jesu: „Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei.“(1) Dieses Wort beziehe ich auf alles, das uns von Gott und seiner Güte trennen will. Deshalb gilt: „Was kann uns da noch von Christus und seiner Liebe trennen?“(2) Einen gesegneten Tag wünscht Pastor Hans-Peter Mumssen (1) Joh. 8,36 (Luther 2017) (2) Röm. 8,35 (Neue Genfer Übersetzung) Gebet: Herr Jesus Christus, ich danke dir für die Freiheit, die du den Deinen schenkst. Schenke mir bitte den Glauben, dass keine Macht der Welt mich von dir trennen kann. Und erbarme dich der Menschen, die unter Zwängen und Ängsten leiden. Lass auch sie diese Freiheit erleben, die du uns erworben hast. Das bitte ich in deinem Namen, Jesus, Amen.
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