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Gedanken zur Tageslosung

für Samstag, den 15.08.2020

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Bedrückt nicht die Witwen, Waisen, Fremdlinge und Armen!
Sacharja 7,10

Was gering ist vor der Welt und was verachtet ist, das hat Gott erwählt.
1. Korinther 1,28

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Gering und verachtet

Verse wie die heutigen Losungsverse finden wir häufig in der Bibel. Während wir menschlicherseits oft die Starken bestaunen, stellt sich Gott eindeutig auf die Seite der Schwachen, Geringen und Verachteten. Wenn wir in ein Konzert gehen, erwarten wir nicht unbedingt ein musikalisches Desaster von Nichtkönnern. Ein Unternehmer sucht gewöhnlich nach Mitarbeitern, die etwas können und motiviert sind. Auch lieben es die meisten von uns, sich äußerlich attraktiv zu machen. Wer möchte schon gerne hässlich aussehen? Auch möchte wohl kaum einer verachtet sein, eine Witwe, eine Waise, ein Fremdling oder ein Armer. Und doch geschieht es - oft auch, ohne dass wir es wollen.

Doch weshalb stellt sich Gott gerade zu denen, die wir eigentlich nie werden wollen? Ich glaube, das Geheimnis liegt darin, dass gerade dann, wenn unsere Kräfte und Möglichkeiten am Ende sind, seine Kraft sichtbar wird. Der Apostel Paulus berichtet, dass er von Jesus Christus einmal folgende Offenbarung bekommen hat: „Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“ (2.Kor. 12,9b)

Vor Gott zählen also nicht unsere Stärke und unser Können, denn er selbst hat uns diese Fähigkeiten ja geschenkt. Vor ihm zählt, wie weit wir ihn selbst durch uns wirken lassen. Manchmal müssen wir erst mit unserem Latein am Ende sein, um das zu begreifen. Doch gerade diese Momente formen uns stärker in das Bild Christi als die Erfolge, für die uns andere vielleicht bewundern. Wer einmal mit seiner eigenen Schwäche konfrontiert wurde, geht danach oft anders mit den Schwachheiten anderer um. Wir werden barmherziger, einfühlsamer und verständnisvoller. Denn im Grunde sind wir alle abhängig von Gottes Gnade.

Ich muss sagen, die heutigen Losungsverse empfinde ich als Ermutigung, mich ebenfalls der Schwachen anzunehmen. Und sie nehmen mir die Angst, selber einmal von der Hilfe anderer abhängig zu sein. Denn gerade in diesen Zeiten ist Gott uns oft besonders nahe.

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen


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