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Losungswort Abram sprach zu Lot: Es soll kein Zank sein zwischen mir und dir und zwischen meinen und deinen Hirten; denn wir sind Brüder. 1. Mose 13,8 Lehrtext Seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens. Epheser 4,3
Das Band des Friedens
Das heutige Losungswort hatte folgenden Hintergrund: Abram und sein Neffe Lot stellten fest, dass ihre Habe und ihre Herden zu groß geworden waren, um weiterhin in unmittelbarer Nachbarschaft leben zu können. Sie brauchten schlichtweg mehr Platz, denn immer wieder gab es Streit unter ihren Hirten. Also sagte Abram zu Lot: „Es ist besser, wenn wir uns trennen. Das ganze Land liegt vor dir. Wenn du nach links ziehen willst, werde ich nach rechts ziehen. Gehst du jedoch nach rechts, werde ich mich nach links wenden.“(1) Lot wählte daraufhin die Jordanebene, da sie zu dieser Zeit wie ein Garten Eden war. Nun hätte Abram sich beklagen können, Lot habe ihm offensichtlich das Sahnestück weggeschnappt. Als Älterer und Onkel habe er das Vorrecht, und Lot hätte ihm eigentlich den Vortritt geben sollen, anstatt so unbescheiden zu sein. Doch all das tat Abram nicht. Er akzeptierte Lots Entscheidung ohne Murren. Der Friede zwischen ihm und seinem Neffen war ihm wichtiger als ein möglicher finanzieller Vorteil. Wie ist das bei uns, wenn wir in einem Konflikt stehen? Kommen wir wie Abram auf die Idee, unserem Gegenüber etwas anzubieten, bei dem wir eventuell den Kürzeren ziehen? Geben wir dem anderen die Freiheit, sich auch zu unserem Nachteil zu entscheiden – ohne es ihm übel zu nehmen? Im Lehrtext ermahnte der Apostel Paulus die Gemeinde in Ephesus dazu, „die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens“ zu wahren. Zuvor heißt es da: „Ertragt einer den andern in Liebe“.(2) Normalerweise verknüpfen wir mit dem Wort „Liebe“ nicht den Begriff „ertragen“. Doch Paulus zeigt hier, dass es um mehr geht als um warme Gefühle. Es geht darum, etwas auszuhalten. Es geht um Treue auch dann, wenn sie uns nicht leicht fällt. Es geht darum, eine andere Person nicht fallen zu lassen, weil es schwierig wird. Wenn wir dem Geist Christi in uns Raum geben, kann es auch bei uns möglich werden. Einen gesegneten Sonntag wünscht Angela Mumssen (1) 1.Mos. 13,9 [Neues Leben Übersetzung] (2) Eph. 4,2 [Luther 2017] Als Gebetsinspiration einen Segensvers nach 1. Thes. 5,23-24: Gott selbst, der Gott des Friedens, helfe uns, ein durch und durch geheiligtes Leben zu führen. Er bewahre unser ganzes Wesen – Geist, Seele und Leib – , damit, wenn Jesus Christus, unser Herr, wiederkommt, nichts an uns ist, was Tadel verdient. Gott, du hast uns berufen und bist treu; du wirst uns ans Ziel bringen.(3) In Jesu Namen, Amen. (3) 1.Thes. 5,23-24 [Neue Genfer Übersetzung]
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