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Gedanken zur Tageslosung

für Mittwoch, den 12.05.2021

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Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.
Psalm 91,1-2

Das ist die Zuversicht, mit der wir vor ihm reden: Wenn wir um etwas bitten nach seinem Willen, so hört er uns.
1. Johannes 5,14

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Mit Zuversicht beten

Das heutige Losungswort möchte ich vom Lehrtext aus beleuchten. Dort beschreibt der Apostel Johannes, was eigentlich unsere Zuversicht ist, wenn wir Gott um etwas bitten. Für Johannes war die Erhörung von Gebeten keine vage Hoffnung, sondern Gewissheit, was er im nächsten Vers noch einmal betont: „Und weil wir wissen, dass er unsere Bitten erhört, können wir sicher sein, dass er uns das Erbetene gibt - so sicher, als hätten wir es bereits bekommen.“ (1.Joh. 5,15) Nach diesen Versen ist der Schlüssel für erhörte Gebete, dass wir im Willen Gottes beten.

Nun verstehen einige solche Verse als eine Art Gebetsstrategie mit Erhörungsgarantie. Das funktioniert dann so: Man muss nur herausbekommen, was Gottes Wille ist, dann erlebt man eine Erhörung nach der anderen. Da sein Wille ja in der Bibel steht, wird diese wie eine Gebrauchsanleitung für erhörliches Gebet studiert. Nun glaube ich kaum, dass Johannes seine Worte so verstanden haben wollte. Wie ich es sehe, geht es um etwas ganz anderes - nämlich um Synchronität. Das möchte ich einmal näher erläutern:

Menschen, die zutiefst miteinander verbunden sind, stellen sich so aufeinander ein, dass sie im Sinne der anderen Person Entscheidungen treffen können, die auch wirklich im Sinne der anderen Person sind. Genauso können wir im Sinne Jesu Christi beten, umso länger und intensiver wir mit ihm verbunden sind. Sein Wort ist dann keine Gebrauchsanweisung, sondern dient dazu, ihn immer besser kennenzulernen. Seine Herzensanliegen werden dann zu unseren Herzensanliegen. Das wiederum prägt unsere Gebete.

Diese Nähe zu Gott finden wir auch im Losungswort wieder. Dort geht es einerseits um Schutz und Geborgenheit, andererseits aber auch um Zuversicht. Und so komme ich zu dem einfachen Schluss: Wer Gottes Nähe sucht, darf mit Zuversicht beten.

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen


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